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June 19, 2006:

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Graffiti styles, pieces and murals from the graffiti photo archive of Neck.CNS

May 2, 2006:

ILoveGraffiti.com is the online graffiti photo archive of Neck.CNS. All the pieces and murals that I've taken pictures of since i began painting in 1989 were starting to collect dust in the attic. So I got the idea to open up my graffiti archive and share all these amazing graffiti pieces with you.

 

interviews

Neck, in Breakbeat Magazine, Germany, #18/2001

Was bewegt einen Menschen dazu, die Dose zu nehmen und seinen Namen, den er sich selbst gegeben oder von jemanden bekommen hat, ˆºberall bekannt zu machen? Geht es immer nur um Ruhm und Ehre oder versteckt sich doch mehr dahinter? Kann es sein, dass man einfach seine Lebenserfˆºllung darin finden kann oder ist es mˆglich, dass sogar nur ein einziges Bild ein Leben verˆ§ndern kann? Hier ein Interview, welches diese Fragen vielleicht beantworten kann.

Breakbeat: Natˆºrlich kommt jetzt die erste Standardfrage ... Wie bist du zu Graffiti gekommen?

Neck: Das ist eine bestimmt schon tausendmal erzˆ§hlte Geschichte, aber so war das eben. Ich glaube es war im Sommer 1989, als ich in Mˆºnchen (Neuperlach) noch zur Schule ging. Eines sch’Äìnen Sommertages erzˆ§hlte mir ein Freund von einer Wand, auf der ein wirklich krasses Graffiti war. Nach der Schule bin ich gleich dahin gefahren und war einfach davon fasziniert. Die Wand war von CHIP, ROMAN, CEMNOZ, TECHNO, NEON. Den ganzen Sommer lang bin ich immer wieder tˆ§glich an diese Wand gefahren, nur um sie anzuschauen. Dann habe ich mich auf die Suche gemacht nach weiteren Stellen, an denen Graffiti zu finden war. Ich wurde fˆºndig und habe den Writern bei der Arbeit zugesehen und angefangen, meine ersten eigenen Skizzen zu machen. Tˆ§glich habe ich dann vor irgendwelchen Hall of Fames gestanden und regelrecht alles verschlungen, was mit Graffiti zu tun hatte. Bei meinen ersten Gehversuchen mit der Dose habe ich mich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, aber jeder fˆ§ngt mal klein an. Mein erstes richtiges Bild habe ich dann im Winter gemalt und seitdem bin ich davon nicht mehr weggekommen.

Breakbeat: Warum der Name NECK, gibt es eine Geschichte dazu?

Neck: Der Kunstlehrer meiner Schule hat mir damals den Fahrradkeller zur Verfˆºgung gestellt. Ich war hellauf begeistert und habe mich auch gleich an die Arbeit gemacht. Aber in der Schule wuˆüte dann jeder, dass ich das war und ich muˆüte mir so schnell wie mˆglich einen neuen Namen ausdenken. So habe ich mir die Buchstaben ausgesucht, die mir damals gut gefallen haben.

Breakbeat: Gab es einen Sprˆºher, der dich besonders beeinfluˆüt hat?

Neck: Damals habe ich das noch nicht so genau verfolgt, wer was wie malt. Ich habe mir all die Writer angeschaut und all das in mich aufgesaugt. Es hat mich einfach alles fasziniert, was da entstanden ist. Ich habe keine Styles unterschieden oder extra nach den Namen geschaut. Wer aber rˆºckblickend vielleicht am meisten Einfluˆü auf mich hatte, war wohl CHIP. Denn in der Nˆ§he meiner Wohnung gab es drei verschiedene Unterfˆºhrungen. Die Wˆ§nde dort wurden von der Stadt freigegeben und eine davon hatte er sich so mehr oder weniger als private Hall of Fame genommen. Da waren so etwa 10 oder 12 Pieces von ihm. Da es gleich um die Ecke war, bin ich oft hingegangen und konnte fˆºr meine ersten Schritte viel lernen.

Breakbeat: Also war es gleich Graffiti, was dich dazu gebracht hat?

Neck: Nein, am Anfang habe ich wie alle anderen erst einmal nur Hip Hop Musik gehˆrt. Ich hatte eben nicht das groˆüe Gesamtbild von Hip Hop, dass dies nicht nur die Musik ist, sondern auch noch mehr. Als ich dann endlich auf Graffiti gestoˆüen bin, war mir das nicht gleich im ersten Moment klar, dass ich hier nun eine zweite Tˆºr davon aufgestofien hatte. Ich bin eher zufˆ§llig ˆºber Graffiti gestolpert.

Breakbeat: Jetzt wohnst du ja in Dˆºsseldorf und das Rheinland war ja frˆºher bekannt fˆºr die Bombs und die Trains, ist davon immer noch etwas da?

Neck: Mit der Dˆºsseldorfer Geschichte kenne ich mich nicht so gut aus. Ich bin Ende '95 hier her gezogen und habe am Anfang schon einige Namen ˆfters gelesen und mir auch all die Sachen hier angeschaut. Den ersten richtigen Kontakt habe ich erst auf einem kleinen Jam knˆºpfen kˆnnen. Da habe ich MERIC kennen gelernt, der damals noch das "Stylewars" -Mag fˆºhrte. Dadurch kannte er viele Leute und so konnte ich mich hier in Dˆºsseldorf besser einleben.

Breakbeat: Was ist deiner Meinung nach Style?

Neck: Ja, was ist Style? Das ist schwierig zu erklˆ§ren. Vielleicht die Ausdrucksform deiner selbst oder die Quintessenz von all dem, was du selbst gut findest und irgendwie verarbeitest. Du greifst dir ˆºberall das ab, was dir selbst wichtig ist und machst daraus den eigenes Ding. Es ist nicht immer nur ein Graffiti was dich inspiriert, es kann auch ein Film, Reklame oder ein Foto sein. Unterbewuˆüt flieˆüen dann solche Eindrˆºcke beim Malen automatisch mit ein und man entwickelt sich weiter.

Breakbeat: Was macht deinen Style besonders und wie hebt er sich von den anderen ab?

Neck: Ich wˆºrde sagen, er ist recht einfach gehalten, mit 3-D Elementen und meines Erachtens nach eher ein bisschen zurˆºckhaltend. Manchmal hab ich auch das Gefˆºhl, dass meine Bilder nicht unbedingt so extrem herausstechen, zwischen 30 anderen Bildern an einer Hall. Vielleicht ist es auch eher eine Sache fˆºr den zweiten Blick oder einfach zu subtil. Ob er sich nun von den anderen abhebt weiˆü ich nicht, ich denke dass die Leute, die den zweiten Blick auf meine Bilder machen, mehr darin finden als vorher. Er ist nicht gerade wild oder mit vielen Farben gemalt.

Breakbeat: Was inspiriert dich zu deinen Bildern?

Neck: Viel zu viel, da kann man sich eigentlich nicht festlegen. Manchmal da male ich einfach und plˆtzlich fˆ§llt mir etwas ein und ich weiˆü dann nicht, woher dieser Gedanke kommt. Ich experimentiere auch viel und habe letztens ein Bild gemalt, wo der gesamte Style nur aus kleinen Luftblˆ§schen besteht. Es sieht aus wie die aufsteigende Kohlensˆ§ure in einer Flasche. Viele Leute kamen dann vorbei und meinten, wie schˆn doch diese kleinen Luftblˆ§schen aussehen, aber dass sich dahinter ein Style versteckt, haben viele nicht gesehen. Vor kurzem habe ich auch wieder etwas anderes Interessantes entdeckt. Kennst du diese Schnittmuster fˆºr Klamotten? Da sind auch tausende Linien und nur wenn du die rote verfolgst kannst du erkennen, was es werden soll.

Breakbeat: Klingt alles recht kˆºnstlerisch und abstrakt!

Neck: Ja das stimmt! Als ich zum Graffiti kam, hatte ich noch keine richtige Ahnung, was ich aus meinem Leben machen soll. Die Schule ging zu Ende und ich habe meinen Zivildienst begonnen. Wˆ§hrenddessen hatte ich viel Zeit darˆºber nachzudenken, was ich wirklich will. Ich hatte dann festgestellt, dass das Malen eigentlich das Einzige ist, was mir wirklich Spaˆü macht und ich mich damit stundenlang beschˆ§ftigen kann. Mir wurde klar, dass ich das ausbauen sollte und habe angefangen, Grafikdesign zu studieren. Langsam aber merke ich, wie diese ganzen Grafiksachen sich in meinen Bildern widerspiegeln und meine Art des Graffiti beeinflussen. Es wird vielleicht nicht kˆºnstlerischer, eher grafischer und geht mehr in meinen Arbeitsbereich als Designer hinein. Wobei die Frage, ob ich dann noch real oder unreal bin, erˆºbrigt. Denn real ist, wenn du das machst, worauf du Lust hast und so lange ich zufrieden bin, ist meine Welt in Ordnung.

Breakbeat: Was macht Graffiti fˆºr dich aus, ist es das Bomben und die Trains oder die legalen Wˆ§nde, wo man mit viel Zeit seinen Style zeigen kann?

Neck: Fˆºr mich ist das Bomben oder Trains malen fˆºr Graffiti wichtig. Ich habe auch meine eigenen Gehversuche gemacht, aber irgendwie sollte es nicht sein. Fˆºr mich ist es wichtiger, ich habe meine Zeit fˆºr ein Bild, so lange bis es mir selbst gefˆ§llt. Meistens geht man ein Stˆºck zurˆºck, schaut es sich an und wenn was nicht stimmt, wird so lange daran gearbeitet bis es passt. Aber im allgemeinen kˆnnte das Bomben ohne das Legale ˆºberleben, aber andersherum hat das legale Graffiti dann doch gar keine Daseinsberechtigung. So hˆ§tten auch ganz normale Kˆºnstler den Pinsel in die Ecke stellen kˆnnen und einfach die Dose nehmen. Wir malen immer noch unsere Namen und so hat es schliefilich auch angefangen. Graffiti ist fˆºr mich das komplette Programm, bomben, Zˆºge, Walls usw.!

Breakbeat: Glaubst du, dass bestimmte Stˆ§dte (Gebiete) einen bestimmten Style haben?

Neck: Es war frˆºher einmal extremer. Ich erinnere mich, als ich nach Dˆºsseldorf kam und mich mit dem "Stylewars" -Magazin beschˆ§ftigt habe, dass ab und zu Specials ˆºber bestimmte Stˆ§dte brachte, konnte man fˆºr einige Regionen schon so etwas feststellen. Aber mittlerweile ist es doch so, wenn heute jemand anfˆ§ngt zu malen, hat er bereits in den Mags schon 100 verschiedene Styles gesehen und greift sich dann nur noch das heraus, was ihm gefˆ§llt. Dabei ist es vˆllig unwichtig, woher das Bild stammt, ob aus den USA oder gleich um die Ecke. Frˆºher waren die Inspirationen zum Style die Bilder deiner Umgebung und man hatte auch keine andere Mˆglichkeit andere Bilder zu sehen. Heut zu Tage verschwimmt viel miteinander und man kann oft nicht mehr genau sagen, woher nun dieses Bild stammt.

Breakbeat: Wird es denn noch eine Weiterentwicklung im Graffiti geben oder kopieren jetzt nur noch alle?

Neck: Schwierig, ich denke schon, dass es noch einige Sachen geben wird, auf die bis heute noch nie jemand gestoˆüen ist. Als ich damals Loomit oder Daim sah, war ich einfach geflasht, obwohl ich auch schon diesen 3-D Style malte. Aber Loomit zum Beispiel, hat das Ganze einfach auf ein neues Niveau gehoben. er hat einfach die Tiefe besser ausgereizt als das bisher der Fall war, so dass der Style ganz extrem nach hinten oder vorn geht. Wird es einen neuen Style geben? Ich weiˆü dass er kommen wird, aber ich weifi nicht, wie und in welcher Form!

Breakbeat: Was mˆchtest du noch erreichen?

Neck: Ich hoffe, dass ich mit meiner Sache, die mir Spaˆü macht, ein gutes Auskommen habe. Wobei mir da auch nur zwei Dinge einfallen, Graffiti und Design. Es wˆ§re auch schˆn, wenn ich noch ein bischen rumkomme mit dem Malen und einige andere Lˆ§nder oder Stˆ§dte kennenlerne.

Breakbeat: Was macht ein Writer im Winter?

Neck: Nun ich denke mal frieren! (lachen) Ich habe aber letztens irgendwo gelesen, dass es der absolute Trick sein soll, dass du dir im Winter in deinen Dosenrucksack eine Wˆ§rmflasche legst. Gute Idee oder?

Breakbeat: Noch Grˆºˆüe?

Neck: Grˆºˆüe gehen an: ate1, efas, meric, moritz, scien, clore, seak, turna, http://www.daim.org, trol, tasek, stohead, daddy cool, http://www.reso1.de, make 51, http://www.blacksmith.de, http://www.backspin.de, romeo, juice, olee, omo, katmando, http://www.loomit.de, steve, vince, ralph, step 2 diz, kaelimetz, joker, http://www.stylzhome.de, phenc, riz, musk, boes, dno, http://www.ta55o.de, scout, csb, kasino, blitzkrieg mag, ohne, can2, http://www.graffiti.org/wow123, stuka, scum, neon, http://www.wicked.de, kez, mint, http://www.hi.is/2def, susan, brett, http://www.graffiti.org, kao, lmf, dcs, headrush, magic, nosm, how, dzine, subworld, zgbkaos, gene, chek, leon, lunar, bsea, 2fast, senk, elements mag, spoon, syan, eric, maze, atem, desur, mars, moe, modi ...und einfach mal anschauen http://www.neckcns.com und http://www.cnskillz.com!!!

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